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Die Brennwertheizung

Wer eine neue Ölheizung einbauen möchte, kommt um das Thema Brennwertheizung nicht herum.

Ist die Heizung richtig eingestellt, können bis zu 30 % Energie beim Einsatz von Brennwertgeräten eingespart werden.

So viel die Theorie! Die Verbraucherzentrale hat in 2011 - 1000 Brennwertanlagen überprüft und ein erschreckendes Ergebnis erhalten. Nur 30 % der Brennwertheizungen waren optimal justiert und nutzten die Energie zu fast 100 % aus. Bei einem Drittel der Geräte sei der Brennwertnutzen optimierungsbedürftig, beim Rest ungenügend.

Die Technik ist ausgereift. Ist die Anlage einwandfrei aufgestellt, sollte der Einstellung der Anlage ein hoher Stellenwert eingeräumt werden. Bereits bei der Planung sollte das Heizsystem und das Brennwertgerät zueinander passen. Knackpunkt für die Erreichung des hohen Wirkungsgrades ist die Rücklauftemperatur der Heizanlage. Auf einen Nenner gebracht: Je kühler das Wasser der Heizung von den Heizkörpern in den Kessel zurückkommt, desto besser wird das heiße Abgas abgekühlt und kann die Kondensation im Wärmetauscher voll ausnutzen. Daher sollte nicht nur dem Brennwertgerät große Aufmerksamkeit geschenkt werden, sondern das hydraulische System der Heizkörper und die Heizungsregelung ist mit entscheidend.
Damit die Effektivität der Brennwerttechnik wirken kann, muss die Rücklauftemperatur unter 47 ° C liegen. Alte 4-Wege-Mischer und die Brennwerttechnik passen nicht zusammen.

Hydraulischer Abgleich - was ist das eigentlich?

Wer sich eine neue Heizung gönnt, wird immer wieder mit dem Begriff "hydraulischer Abgleich" konfrontiert. Was ist das eigentlich? 

Bei alten Heizungen stellte sich die Wärmeverteilung wie folgt da: Im Keller an der Wärmequelle war es am heißesten, im Erdgeschoß wurde es bereits kälter, im ersten Obergeschoß noch ein Stück kälter und wenn es unter dem Dach richtig warm werden sollte, musste man im Keller die Heizung richtig hoch stellen. Das Resultat kennt jeder: Je wärmer - desto mehr Heizöl wurde verbrannt. Im Keller und Erdgeschoß kam zu viel warmes Wasser an. Man drehte die Heizungen herunter. Der hohe Heizölverbrauch bleib aber, weil die Rücklauftemperaturen viel zu hoch waren!
Es musste also eine intelligente Lösung her - der sogenannte hydraulische Abgleich. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass am jeweiligen Heizkörper nur so viel warmes Wasser durchgelassen wird, wie für eine einheitliche Temperatur im Haus notwendig ist. Das bedeutet -  im Erdgeschoß und Kellergeschoß läuft weniger Wasser durch wie in den weiter obenliegenden Geschossen.

Was bringt mir eigentlich der hydrauliche Abgleich?

Er spart Heizkosten.

Erst durch den Abgleich kann der Brennwerteffekt der neuen Heizung voll ausgeschöpft werden. Hinzu kommt noch die Einsparung von rund 250 kWh durch den Einsatz von hocheffizienten Umwälzpumpen. 
Untersuchungen haben ergeben, dass durch den hydraulischen Abgleich ca. 5 % (ohne Gewähr) eingespart werden kann.

Welche Nachteile habe ich, wenn ich darauf verzichte?

Unangenehm kann ein Pfeifen der Thermostatventilen sein.

Einzelne Heizkörper sind viel zu heiß   u n d andere Heizkörper werden nicht richtig warm. Die Temperatur am Kessel muss höher eingestellt werden. Es wird mehr Heizöl benötigt. Dadurch entstehen erhöhte Wärmeverluste über die Heizungsröhre und des Kessels. Der Nutzungsgrad des Kessels sinkt bedingt durch die hohen Vor- und Rücklauftemperaturen. Eine höhere Stromrechnung wegen der intensiveren Nutzung der Umwälzpumpe.

Kann ich auch einen hydraulischen Abgleich bei mir zuhause machen?

Das kommt darauf an, ob ich einstellbare Thermostatventile oder Rücklaufverschraubungen an den einzelnen Heizkörpern habe.

Es gibt Nachrüstsätze für den einzelnen Heizkörper oder auch Strangventile, die bei größeren Häusern zum Einsatz kommen.

Zum Abschluss noch die Rechtslage:
Nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) Teil C ist jeder Heizungshandwerker verpflichtet, die Rohrnetze der Heizung hydraulisch abzugleichen, sofern es sich um einen erstmaligen Einbau oder eine Heizungserneuerung handelt. Um den richtigen Abgleich vornehmen zu können, gibt es Computerprogramme, die die richtigen Einstellungen ermitteln können.

Das Heizverhalten im Vergleich zur alten Niedertemperaturtechnik ist anders. Bei der Brennwerttechnik sollte der Raum gleichmäßig beheizt werden. Kühlt er zu stark aus und der Heizkörper muss voll aufgedreht werden, verringert sich der Vorteil der Brennwerttechnik. Die Aufwärmphasen dauern länger.

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