Preisentwicklung am 01.04.2026 gegen 10:00 Uhr
Wir erwarten für heute Morgen nachgebende Preise.
Das Brent-Rohöl wird in sogenannten Monatskontrakten an der Londoner Rohstoffbörse gehandelt. Sprich einmal im Monat kommt die Ware in die Auslieferung, an den anderen Tagen wird viel spekuliert. Wer sofort verfügbare Ware benötigt, muss sie am Spotmarkt der Ölhäfen Amsterdam / Rotterdam / Antwerpen kaufen. Solange die Ware an den Ölhafen günstiger ist, als die Londoner Ware ist von einer guten Versorgungslage auszugehen. Wenn die Ware in London am nächstfälligen Termin erheblich teurer ist, als an dem Termin im Folgemonat, steckt meistens die Hoffnung auf mittelfristig sinkende Preise dahinter. Momentan werden die Mai-Kontakte erheblich höher gehandelt als die Juni-Kontrakte und die Ware in den Ölhäfen ist günstiger als die Londoner Ware. Damit ist die Versorgungslage in Ordnung, auch wenn bereits Schiffe aus den USA mit der Destination Europa abdrehen und über Afrika in Richtung Asien fahren. Da aus Teheran verhaltene positive Signale kommen und Trump den Krieg nicht weiter forcieren will, keimt die Hoffnung auf günstigere Preise im nächsten Monat auf. Viele Kunden hoffen das und halten sich sehr bei den Bestellungen zurück. Teheran lässt sich die Durchfahrt von der Straße von Hormuz mittlerweile gut bezahlen. Die OPEC+ will am Wochenende über ihre Förderstrategie beraten. Die Seewegblockade macht die Planung aber nicht einfach. Einige OPEC-Staaten mussten die Produktion zurückfahren. Ein Ölförderloch lässt sich nicht einfach ab- und aufdrehen wie ein Wasserhahn. Selbst wenn es eine Einigung mit Teheran gibt, ist Zeit für das Hochfahren der Förderung notwendig. Heute kommen nach die US-Lagerbestandszahlen. Diese Meldung wird unter den jetzigen Umständen sehr beachtet und kann für Verwerfungen am Markt sorgen. Allerdings haben wir immer mal den Eindruck, dass an manchen Meldetagen vermutlich nicht die ganz genauen Zahlen gemeldet werden..........
Die Spannung an den Märkten ist jedoch immer noch hoch, aber man merkt auch eine gewisse Abstumpfung - sprich die Nachrichten sorgen nicht gleich für so heftige Ausschläge wie zu Angriffsbeginn.
Aktuelle Börsenkurse von heute:
heutiger Handelstag | Kurse Vorhandelstag | |
Brent-Öl | 101,10 US $ | 114,56 US $ |
Gasoil | 1313,25 US $ | 11368,75 US $ |
Eurokurs | 1,1586 US $ | 1,1463 US $ |
Pegelstand Kaub | 142 cm | 134 cm |
Die internationale Rohstoffbörse hat ihre Web-Anschrift geändert. Sie ist jetzt unter www.ice.com/energy zu finden.
*) Solange sich die Pegelstände im Bereich von 190 bis 460 cm bewegen, bestehen keine Einschränkungen in der Schifffahrt. Sinkt der Pegel unter 190 cm werden Niedrigwasseraufschläge fällig. Unter 70 cm wird es dann sehr schwierig, überhaupt die Versorgung über den Rhein zu gewährleisten. Die Aufschläge können den Heizölpreis dann spürbar verteuern. Von 460 cm bis 640 cm Hochwasser gibt es Beeinträchtigungen. Steigt der Pegel über 640 cm wird die Schifffahrt wegen Hochwassers eingestellt.